Anlaufstelle bei
Essstörungen

Essstörungen sind laut Bundesfachverband Essstörungen (BFE) eine psychosomatische Erkrankung mit Suchtcharakter, die vor allem Mädchen und Frauen betrifft.

Essstörungen lassen sich als Problemlösungsversuch, Selbsthilfeansatz, Konfliktmanagement und auch als Überlebenshilfe verstehen. Sie können sich auf der Suche nach Identität entwickeln, sich innerhalb von Beziehungen als Blitzableiter bewähren, von Sorgen ablenken und vieles mehr. Manche Frauen bewältigen mit Essstörungen tiefergehende individuelle und familiäre Konflikte. Andere bemühen sich mit einem schlankgehungerten Körper ihr Selbstbewusstsein aufzupäppeln.
Bedingt durch das vorherrschende Schönheitsideal finden sich viele Frauen in einem Kreislauf von Diäten, Hungern, Extremsport, Fressanfällen, Erbrechen und anderen anstrengenden Verhaltensweisen gefangen. Essen und Nicht-Essen hat dann wenig mit Hungerempfinden oder Sattsein zu tun. Vielmehr gilt das Essverhalten plötzlich als tägliches Stimmungsbarometer und Maßstab für die eigene Wertigkeit und Selbstzufriedenheit. Solch eine Verknüpfung kann dann eine Essstörung für eine bestimmte Phase des Lebens scheinbar unentbehrlich machen.

Die medizinischen Hauptdiagnosen für Essstörungen sind:
Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und Ess-Sucht. Letzere wird in deutschen Praxen häufig unter „Essattacken bei anderen psychischen Störungen“ oder „Sonstige Essstörungen“ eingeordnet. Der amerikanische Begriff für Essverhalten mit häufigen Heißhungerattacken lautet Binge-Eating-Disorder.
Essstörungsphänomene treten in unterschiedlich starken Ausprägungen auf, können ineinander übergehen oder sich abwechseln. Die am häufigsten vergebenen medizinischen Diagnosen lauten daher entweder „atypische“ Anorexie/Bulimie bzw. „Essstörung, nicht näher bezeichnet“ (s.o.) …
Wir folgern daraus: es gibt so viele Essstörungen, wie Frauen und Mädchen, die sie entwickeln, praktizieren und aushalten. Jede Essstörung hat ihre eigene Geschichte und ihr eigenes Belastungsausmaß, ihre eigene Wichtigkeit. Dementsprechend, so unsere Arbeitshaltung, können und müssen Essstörungsthemen immer individuell betrachtet und besprochen werden – wobei wir sinnvollerweise auch die dazugehörige Umgebung wie Partner*innen, Eltern, Freundeskreis, Kolleginnen etc. … im Blick haben. Manchmal fühlen sich sogar Angehörige stärker belastet als die Betroffenen selbst, so dass sie bei uns auch Beratung finden können.

Wir gehen davon aus, dass es stets wichtige und meistens nachvollziehbare Gründe für Symptome gibt. Daher besteht unsere Grundhaltung darin, Eure und Ihre psychisch und körperlich belastenden und problematisch empfundenen Ernährungsgewohnheiten (neben allen Sorgen und körperlich unerwünschten Folgen) als einen (nicht geglückten) Lösungsversuch zu bewerten und gemeinsam nach anderen Lösungen zu suchen.
Gemeinsam heisst hier: in der Zusammenarbeit von Beraterin, Klientin und Symptom!
Durch den Einsatz ungewohnter Fragestellungen und die Entwicklung neuer Denkzusammenhänge können in der Regel dem vorgebrachten Symptom wichtige Informationen über langfristig passendere Lösungen und Verhaltensweisen entlockt werden.
Damit beschäftigen wir uns sowohl in unserer Essstörungs-Sprechstunde dienstags von 12 bis 14 Uhr als auch in unseren Therapie- und Beratungsangeboten mit Ihnen und Euch gemeinsam.

Wir sind Mitglied im BundesFachverbandEssstörungen (BFE) www.bundesfachverbandessstoerungen.de
und seit vielen Jahren von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/ Essstörungen www.bzga-essstoerungen.de als Fach-Beratungsstelle anerkannt. 

Fachbereichsleitung:

Sabine Timme
Sozialpsychologin M.A.
Systemische Therapie (SG)
Traumatherapie (ZPTN)
Mediation (Kaslow)
Supervision

Mitarbeiterin:

Danielle Winterhalter
Systemische Beraterin

Mira Baroke
Sozialpädagogin B.A.
Systemische Therapie und Beratung

Lena Rother
(z.Zt. in Erziehungszeit)
Sozialpädagogin B.A.
Systemische Beratung

Aktuelle Informationen zur Sprechstunde finden Sie » hier.

Achtung: 
Leider können Sie zur Essstörungssprechstunde nicht einfach vorbeikommen – so wie früher. Bis auf weiteres bieten wir die Sprechstunden nur telefonisch an.
Sollten Sie außerhalb der Sprechzeiten einen Termin für ein ausführliches Telefonat oder einen persönlichen Termin wünschen,
melden Sie sich gerne per Mail oder telefonisch.

Da wir zur Zeit keinen Wartebereich haben, kommen Sie bitte pünktlich und bringen sich entsprechende Kleidung mit. Wir lüften zwischendurch und haben Luftreiniger in Betrieb.

Im Rahmen der immer noch angezeigten Einschränkungen im Ablauf ist es uns leider auch nicht möglich, Ihnen eine verbindliche Auskunft über die Dauer der Wartezeit auf einen persönlichen Termin oder einen freien
Beratungsplatz zu erteilen.

 

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