Anlaufstelle bei Essstörungen
Anlaufstelle bei Essstörungen
Essstörungen
Anlaufstelle für Frauen* und Mädchen* mit Essstörungen
Die Anlaufstelle verfügt über eine Expertise von über 25 Jahren rund um das Thema Essstörungen. Essstörungen sind laut Bundesfachverband Essstörungen (BFE) eine psychosomatische Erkrankung mit Suchtcharakter. Betroffen sind vor allem Frauen, Mädchen, nicht-binäre und trans Personen, schwule Männer.
Wir bieten …

- Mittwochs von 17-19h und Donnerstags von 12-14h eine offene Sprechstunde, zu der Sie ohne Anmeldung vorbeikommen können
- Kurzzeitberatung bis zu 5 Terminen zur Sortierung, Überbrückung zur Therapie, Vernetzung zu anderen Professionen wie Hausarztpraxis, Ernährungsberatung, stationäre und ambulante Therapie
- Krisenintervention
- langfristige Beratung mit Zugang über eine Warteliste
- Prävention für Schulklassen
- Fachfortbildungen / kollegialer Austausch zum Thema Essstörungen
Essstörungen zum Weiterlesen…
Essstörungen als Problemlösungsversuch
Essstörungen lassen sich als Problemlösungsversuch, Selbsthilfeansatz, Konfliktmanagement und auch als Überlebenshilfe verstehen. Sie können sich auf der Suche nach Identität entwickeln, sich innerhalb von Beziehungen als Blitzableiter bewähren, von Sorgen ablenken und vieles mehr. Manche Personen bewältigen mit Essstörungen tiefergehende individuelle und familiäre Konflikte.
Bedingt durch das heteronorme Schönheitsideal finden sich viele Menschen in einem Kreislauf von Diäten, Hungern, Extremsport, Essanfällen, Erbrechen und anderen anstrengenden Verhaltensweisen gefangen. Essen und Nicht-Essen hat dann wenig mit Hungerempfinden oder Sattsein zu tun. Vielmehr hilft das Essverhalten zur eigenen Wertigkeit und Selbstzufriedenheit.
Die medizinischen Hauptdiagnosen für Essstörungen sind:
Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa) und BInge-Eating (Essanfälle). Letzere wird in deutschen Praxen häufig unter „Essattacken bei anderen psychischen Störungen“ oder „Sonstige Essstörungen“ eingeordnet. Mit dem ICD 11wird sie dann als eigenständige Diagnose geführt. Im Zusammenhang mit Essstörungen wird auch häufig Adipositas genannt. Adipositas bezeichnet ein chronisches Hochgewicht und ist keine Essstörungserkrankung.
Essstörungsphänomene treten in unterschiedlich starken Ausprägungen auf, können ineinander übergehen oder sich abwechseln. Die am häufigsten vergebenen medizinischen Diagnosen lauten daher entweder „atypische“ Anorexie/Bulimie bzw. „Essstörung, nicht näher bezeichnet“ …
Wir folgern daraus: es gibt so viele Essstörungen, wie Personen, die sie entwickeln, praktizieren und aushalten. Jede Essstörung hat ihre eigene Geschichte und ihr eigenes Belastungsausmaß, ihre eigene Wichtigkeit. Dementsprechend, so unsere Arbeitshaltung, können und müssen Essstörungsthemen immer individuell betrachtet und besprochen werden – wobei wir sinnvollerweise auch die dazugehörige Umgebung wie Partner*innen, Eltern, Freundeskreis, Kolleginnen* etc. … im Blick haben. Manchmal fühlen sich sogar Angehörige stärker belastet als die Betroffenen selbst, so dass sie bei uns auch Beratung finden können.
Gemeinsam: Zusammenarbeit von Beraterin, Klientin* und Symptom
Wir gehen davon aus, dass es stets wichtige und meistens nachvollziehbare Gründe für Symptome gibt. Daher besteht unsere Grundhaltung darin, Eure und Ihre psychisch und körperlich belastenden und problematisch empfundenen Ernährungsgewohnheiten (neben allen Sorgen und körperlich unerwünschten Folgen) als einen (nicht geglückten) Lösungsversuch zu bewerten und gemeinsam nach anderen Lösungen zu suchen.
Gemeinsam heisst hier: in der Zusammenarbeit von Beraterin, Klientin und Symptom!
Durch den Einsatz ungewohnter Fragestellungen und die Entwicklung neuer Denkzusammenhänge können in der Regel dem vorgebrachten Symptom wichtige Informationen über langfristig passendere Lösungen und Verhaltensweisen entlockt werden.
Sprechstunde
Die Sprechstunde für Essstörungen findet donnerstags von 12 bis 14 Uhr als offene Sprechstunde ohne Anmeldung statt
Wir sind Mitglied im BundesFachverbandEssstörungen (BFE) www.bundesfachverbandessstoerungen.de und seit vielen Jahren vom Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit www.bioeg.de als Fach-Beratungsstelle anerkannt.
Den Wegweiser Essstörungen Hannover und Region Hannover finden sie Hier: 2026_Wegweiser_Essstörungen
Aktuelle Informationen zur Sprechstunde finden Sie » hier.
Hinweis:
Wir bieten die Essstörungs-Sprechstunden Donnerstags von 12 bis 14 Uhr als offene Sprechstunde an, in der Sie einfach vorbeikommen können.
Bei hohem Andrang bitten wir um Verständnis, dass das Gespräch entsprechend kürzer ausfallen muss.
Sollten Sie ein ausführliches Telefonat oder einen persönlichen Termin wünschen, melden Sie sich gerne auch per Mail oder sprechen auf den Anrufbeantworter.
Prävention
Für 7. – 10. Klassen bieten wir für Mädchen* den Workshop „Body & Soul“ (max 15 Teilnehmerinnen* pro Gruppe).
Inhalt:
„Wie hängen seelisches Wohlgefühl und Bodyfeeling zusammen? Ein Workshop viele Fragen: mein Körper und ich? Körperformate und Zuschreibungen – (K)ein Problem? Welches Essverhalten passt zu meinem Körper? Wieviele Unterschiede liegen zwischen dick und dünn? Und welcher Körper ist dann „normal“? Wieviel Gefühl und Kontrolle brauche ich zum Essen?“
Wir laden Euch zu einem Austausch über Körperformate, Nahrung, Essen, Diät, Instagram, TikTok usw. ein. Das Ganze findet in einem vertraulichen und achtsamen Rahmen statt
